Martin Luther University Halle-Wittenberg

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Gründerprojekt "Compliance Culture Scan - CCS"


Problem / Ausgangslage

Produkt / Dienstleistung

Bei dem „Compliance Culture Scan - CCS“ handelt es sich um ein innovatives, digitales, softwaregestütztes Analyse-Instrument zur skalierbaren Messung der Compliance Culture von Unternehmen und Behörden mittels Befragung der Mitarbeitenden und Manager.

Dabei können verschiedene Compliance Ziele adressiert werden wie

  • Korruption,
  • Betrug/ Diebstahl, Untreue,
  • Datenschutz,
  • Kartelldelikte,
  • Geldwäsche,
  • Diskriminierung/ Mobbing oder
  • Umweltschutz/ Nachhaltigkeit.

Im Modul „Compliance Anker“ werden Informationen zur Führungsebene (tone from the top) des Unternehmens aber auch der direkten Vorgesetzten (ethical leadership) eingeschätzt. Weiterhin werden die Bindung zum Unternehmen seitens der Mitarbeiter (commitment) und die (Erfolgs-)Kultur im Unternehmen gemessen.

Das zweite Modul „Compliance Awareness“ erfasst das Wissen und die Akzeptanz zu Thema Compliance-Ziele und -Risiken und evaluiert die bisherigen Schulungsaktivitäten.

Im dritten Modul „Compliance Risk Perception und Whistleblowing Culture werden neben Fragen zum möglichen Dunkelfeld im Unternehmen auch der hypothetische Umgang mit Verdachtsfällen und die Hinweisgeber-Kultur in den Blick genommen.

Zielgruppen

Zu unseren Zielgruppen zählen alle Unternehmen und Organisationen, für die Compliance einen hohen Stellenwert besitzt und die dabei Wert auf ihre Unternehmenskultur legen.

Wenn Unternehmen mindestens drei der folgenden Fragen mit "Ja" beantworten, gehören sie zu unserer Zielgruppe:

  • Sehen Sie das Thema Compliance als wichtig an?
  • Legen Sie Wert auf eine positive Unternehmenskultur?
  • Vermuten Sie Schwachstellen in ihren Auslandsvertretungen?
  • Wollen Sie wissen, ob Ihre Unternehmenswerte und -standards auf verschiedenen Ebenen gelebt werden?
  • Wollen Sie Haftungsrisiken durch gezielte Compliance-Maßnahmen reduzieren?
  • Wollen Sie Compliance-Maßnahmen zielgerichtet und damit kosteneffizient einsetzen?

Die Messung der Unternehmens-/ Organisationskultur erfolgt unter Einbeziehung aller relevanten Compliance-Zielgruppen, auch in ausländischen Niederlassungen (360° Perspektive). Sie erlaubt eine genaue Analyse von Schwachstellen und ein Ausleuchten des Dunkelfelds von Compliance Verstößen. Ein internes Benchmarking bspw. zwischen Abteilungen und Landesvertretungen unterstützt Unternehmen in der Bewertung der Ergebnisse. Auf diese Weise können besonders auffällige Sektoren identifiziert werden, um Schachstellen mit Maßnahmen gezielt zu begegnen.

Bei der Wiederholung von Modulen des Corporate Culture Scan nach einem mehrjährigen Abstand wird die zwischenzeitlich eingetretene Entwicklung gemessen bspw. nach dem Roll-out bestimmter Compliance Maßnahmen. Auf diese Weise kann geprüft werden, ob die eingeleiteten Compliance Maßnahmen Früchte tragen. Dies dürfte vor allen Dingen für Abteilungen und Regionen von Interesse sein, die bei der Erstevaluation relativ schwach abgeschnitten haben. Optionen sind hierbei die dezidierte Aufschlüsselung nach Compliance Zielen, Abteilungen, Geschäftsfeldern und Tochtergesellschaften im In- und Ausland (z.B. in problematischen Landeskulturen).

Das hier vorgestellte Instrument eines Corporate Culture Scan ist nach der Erfüllung einer formellen To-Do-Liste wie sie in den o.g. Standards nach ISO oder IDW 980 geprüft werden, das umfangsreichste Evaluationstool, welches ein Unternehmen einsetzen kann. So erlaubt nur eine Befragung der Beschäftigten eine valide Prüfung der Unternehmenskultur. Mehr kann von einem Unternehmen auch von gerichtlicher Seite nicht erwartet werden.

Geplante Umsetzung

Auf Basis eines standardisierten online-Fragebogens werden ausgewählte Mitarbeiter eines Unternehmens oder einer Verwaltung befragt. Die Organisation bekommt von uns dazu die benötigte Anzahl von individualisierten Links zum Fragebogen. Diese werden durch den Kunden mit den jeweiligen Email-Adressen verknüpft und durch den Kunden an die Mitarbeiter selbst verteilt. Dadurch kommen wir als Dienstleister nicht mit den Email-Adressen der Mitarbeiter in Kontakt und gewähren so vollständige Anonymität der Befragten (Datenschutz). Die Mitarbeiter können den Fragebogen „am Stück“ oder „schrittweise“ beantworten und kommen über ihren Link immer genau an die Stelle, an der sie die Beantwortung der Fragen abgebrochen haben.

Gegen Ende der Befragungszeit sind allgemeine oder individuelle „Reminder“ zum Abschließen der Befragung technisch möglich. Diese werden vom Kunden durchgeführt umso die o.g. Anonymität zu gewährleisten. Wir teilen dazu die ID unvollständiger Datensätze mit, um dann den „Reminder“ individuell zustellen zu lassen. Der Kunde erhält von uns keine (indivualisierten) Datensätze und kann somit auch nicht die Antworten den einzelnen Mitarbeitern zuordnen.

Die Datenauswertung sieht Analysen sowohl für das Gesamtunternehmen als auch Abteilungen bis zu einer Mindestgröße (Datenschutz-Kriterium) vor. Dabei werden die Antworten auf die Fragen als gewichteter Index von 0 – 100 dargestellt. Ein Ampel-System ermöglicht für die drei Module sowie für die gesamte Organisation Einschätzungen zum Grad einer positiven Compliance-Kultur in Bezug auf das analysierte Compliance-Ziel. Neben Querschnitts-Analysen zwischen Abteilungen und Standorten werden auch Veränderungen im Zeitverlauf sichtbar, wenn Wiederholungsstudien durchgeführt werden.

Der Ergebnisbericht wird als Präsentation angelegt, die dann auch später Inhouse weiterverarbeitet und genutzt werden kann.

Gründer-Team

Das Gründerteam besteht aus Prof. Dr. Kai-D. Bussmann, Sebastian Oelrich    (LL.M.oec.) und Andreas Schroth (Dipl.-Soz.). Sie vereinen interdisziplinäre Kompetenzen aus Rechtswissenschaft, Ökonomie und Soziologie und verfügen über Expertisen und Erfahrung in der Compliance Culture Forschung.

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